Hier relevante Auszüge aus der Freiwilligen Vereinbarung zum

" Naturschutz und Kanusport und -Tourismus..."

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Zum Schutz von Vogelarten, die ihre Gelege in Ufernähe haben oder zur Deckung ihres
täglichen Nahrungsbedarfs längere ungestörte Zeiträume benötigen, ist es erforderlich,
sich während der Fahrt leise und rücksichtsvoll zu verhalten und ausreichend Abstand
zum Ufer zu halten. Gruppen sollen möglichst im Verbund fahren, mit engem Anschluss
innerhalb der Gruppe, um eine längere Unterbrechung der Nahrungsaufnahme und damit
einhergehende Brutverluste zu vermeiden.

Die Warnow ist gekennzeichnet durch stark wechselnde Fließgeschwindigkeiten und un-
terschiedliche Sohlsubstrate sowie jahreszeitlich variierende Wasserabflüsse. Sie ist ein-
schließlich ihrer Ufer, durchflossenen Seen und angrenzenden Feuchtwiesen und Wälder
u. a. Lebensraum für Fischotter, Biber, Steinbeißer, Bitterling, Neunaugen, Gemeine
Flussmuschel sowie Eisvogel und Wachtelkönig.
Befahrensregeln:
Zulässig ist das Befahren in Fließrichtung mit nachfolgenden inhaltlichen Ausge-
staltungen:
a) In den Abschnitten zwischen
- Straßenbrücke L 09 Nähe Rönkendorfer Mühle bis ca. 300 m unterhalb der Brücke
K9 bei Gädebehn. Hinweis: Dieser Abschnitt soll nach den Empfehlungen der Was-
serwander-Konzeption für ein Wasserwanderleitsystem nicht mehr beworben werden.
Die Befahrbarkeit kann wegen umgestürzter Bäume teilweise nicht mehr gegeben
sein.
- Der Abschnitt des NSG „Warnowtal bei Karnin“ ist durch die gültige Rechtsverord-
nung (Behandlungsrichtlinie) zwischen der Straßenbrücke K4 bei Langen Brütz und
der Straßenbrücke Zaschendorf-Müsselmow ganzjährig gesperrt. Ausnahmegeneh-
migungen sind nur bei sehr hohen Wasserständen (über 30 cm an der flachsten Stel-
le) für entsprechend qualifizierte Personen im Einzelfall möglich. Diese sind bei der
unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim zu beantragen.
- der Brücke Sternberger Burg – Groß Görnow bis zur Brücke Klein Raden
ist das Befahren zulässig, sofern der Wasserstand an der flachsten Stelle 30 cm
übersteigt (Pegel grün). Die Höhe des Wasserspiegels ist an einem Rot-Grün-Pegel
an den jeweiligen Einsetzstellen abzulesen. Die aktuellen Pegelstände können im In-
ternet unter www.warnow-pegel.de abgelesen werden. (Hinweis: Solange in Klein
Raden keine offizielle Ein- und Aussetzstelle existiert, kann bei Niedrigwasser erst in
Eickhof eingesetzt werden.)
b) In den Abschnitten zwischen
- der Wehranlage Gustävel bis zur Brücke Sternberger Burg – Groß Görnow
- der Brücke Eickhof bis Bützow
ist das Befahren auch mit Schlauchbooten, Flößen oder ähnlichen Wasserfahrzeugen
zulässig. Diese Abschnitte eignen sich besonders für Ungeübte.
c) In dem Abschnitt zwischen der Brücke Klein Raden bis zur Brücke Eickhof ist zu
Übungszwecken das Befahren auch entgegen der Fließrichtung möglich.
d) Der Mickowsee ist ausschließlich mit Kanus zu befahren. Hierbei ist der See aufgrund
des Vorkommens vieler störungsempfindlicher Vogelarten zügig und in gerader Linie
zwischen Ein- und Auslauf (gekennzeichnet mittels Betonnung) zu queren. Das Be-
fahren des Altlaufs der Warnow im Bereich des Rummelborn- und Neddersee (Wehr-
anlage Gustävel bis Fischaufstiegsanlage) ist nicht gestattet (NSG).
Hinweis: Der Mickowsee als Teil des NSG „Warnowseen“ besitzt keine an neue Rechts-
normen angepasste Verordnung, sodass entsprechend der weiterhin gültigen Behand-
lungsrichtlinie das Befahren mit Wasserfahrzeugen nicht gestattet ist. Seit Anfang der
1990er Jahre findet in Anlehnung an ein Gutachten im Auftrag des damaligen Umweltmi-

nisteriums M-V jedoch eine Duldung der Befahrung mit Kanus im Bereich der gekenn-

zeichneten Fahrrinne statt (s. 5.2 fünfter Absatz).

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Die Mildenitz wechselt sehr stark ihre Fließgeschwindigkeiten, wodurch sich unterschied-
liche Sohlsubstrate ausgebildet haben. Die Wasserabflüsse variieren jahreszeitlich stark.
Die Mildenitz einschließlich ihrer Ufer und angrenzenden Feuchtwiesen ist u. a. Lebens-
raum für Fischotter, Biber, Steinbeißer, Bitterling, Bachneunauge und Gemeine Flussmu-
schel.
Befahrensregeln:
Zulässig ist das Befahren in Fließrichtung mit nachfolgenden inhaltlichen Ausge-
staltungen:
a) In dem NSG „Klädener Plage und Mildenitzdurchbruchstal“ werden zwischen der
Brücke Alte Mühle Kläden bis zum Schwarzen See (Mildenitzdurchbruchstal) Hinder-
nisse im Gewässer aus naturschutzfachlichen Gründen nicht beräumt. Ein Befahren
dieses Abschnittes ist daher in der Regel nicht möglich.
b) In dem Abschnitt zwischen dem Auslauf Borkower See bis zur Wehranlage Rothen
(gestrichen: Abschnitt Auslauf Schwarzer See bis zur Brücke bei Neu Woserin) ist
das Befahren zulässig, sofern der Wasserstand an der flachsten Stelle 30 cm über-
steigt (Pegel grün). Die Höhe des Wasserspiegels ist an einem Rot-Grün-Pegel an
den jeweiligen Einsetzstellen abzulesen. Die aktuellen Pegelstände können auch im
Internet unter www.warnow-pegel.de  abgelesen werden.
c) In dem langsam fließenden bzw. rückstaubeeinflussten Abschnitt zwischen der Brü-
cke bei Neu Woserin bis zum Borkower See ist das Befahren auch entgegen der
Fließrichtung möglich. Der Abschnitt zwischen Wasserkraftwerk Zülow und der Mün-
dung des Mildenitz-Kanals in den Trenntsee sowie dem Auslauf aus dem Sternberger
See bis zur Einmündung in die Warnow kann von geübten Kanuten auch entgegen
der Fließrichtung befahren werden.
d) In dem Abschnitt Alte Mildenitz zwischen der Wehranlage Rothen und dem Einlauf in
den Trenntsee ist ein Befahren auf Grund des geringen Wasserdargebots grundsätz-
lich nicht möglich.

Die Bresenitz ist ab dem Auslauf aus dem Garder See ein mäßig fließendes, wenig
mäandrierendes Gewässer. Der Wasserstand ist in weiten Teilen des Jahres gering.
Vorkommende Arten sind u. a. Fischotter, Biber, Steinbeißer und Gemeine Flussmu-
schel.
Befahrensregel:
Zulässig ist das Befahren in Fließrichtung soweit der Wasserstand an der flachsten Stelle
30 cm übersteigt (Pegel grün) ab dem Woseriner See Richtung Mildenitz.
Die Höhe des Wasserspiegels ist an einem Rot-Grün-Pegel an der Einsetzstelle abzule-
sen. Der aktuelle Pegelstand kann im Internet unter www.warnow-pegel.de abgelesen
werden.

Der Teppnitzbach als Verbindungsgewässer zwischen dem Neukloster See und dem
Großen Wariner See ist ein langsam fließendes, wenig gewundenes Gewässer. Im Bach-
lauf kommen Steinbeißer, Bachneunauge und Gemeine Flussmuschel vor.
Befahrensregel:
Ein Befahren des Gewässers soll aufgrund der meist geringen Wasserführung grundsätz-
lich unterbleiben. (übrige Passage gestrichen).